MOSCHEROSCH-SCHULE WILLSTÄTT        Gemeinschaftsschule

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Grundschüler entdecken das Judentum  

Was genau sind Kippa, koscher oder Menorah? Grundschulkinder sagen „Schalom“ zu Besuchern aus der jüdischen Gemeinde

Die Kippa, eine besondere Kopfbedeckung jüdischer Männer, entdeckten einige Schülerinnen und Schüler als erstes. Als David Byik von der jüdischen Gemeinde in Kehl sein Basecap abnahm, trug er darunter genau diese Kopfbedeckung. „Im Gottesdienst in der Synagoge, so heißt unsere Kirche, ist das Tragen der Kippa für Männer Pflicht. Im Alltag tragen nicht alle Juden eine Kippa. Ich trage sie fast immer, in der Öffentlichkeit aber unter einem Basecap“, erklärte er. Die jüdische Gemeinde in Kehl wurde vor wenigen Jahren wieder neu gegründet. Ihre Mitglieder leben meist in Kehl oder Straßburg.
Gleich dreimal besuchten Byik und seine Kollegin, Ziporah Hammer, die Willstätter Moscherosch-Grundschule, um mit den Kindern über das Judentum zu sprechen. Es gab einen Termin für Klasse 4 und jeweils einen für die halbe Gruppe von Klasse 3.

Zuvor hatten die Kinder im katholischen und evangelischen Reli-Unterricht mit Gemeindereferent Lothar Beyer und Pfarrer Christian Meyer schon viel über das Judentum gelernt. Nun konnten sie Fragen stellen, religiöse Gegenstände des Judentums einmal im Original ansehen und anfassen, aber auch Fragen von Ziporah Hammer und David Byik beantworten.

Was bedeutet es, koscher zu essen? Wie feiern jüdische Familien ihren Feiertag, den Schabbat? Welche Bedeutung haben große Feste wie Pessach oder Jom Kippur? Warum hat der jüdische Kerzenständer Menorah sieben Kerzen? Am Ende zeigten Ziporah Hammer und David Byik den Kindern, wie sie ihren Namen auf Hebräisch schreiben können. Das ist gar nicht so einfach. Man schreibt von rechts nach links und es gibt im Hebräischen keine Selbstlaute. Schreibt man zum Beispiel „DVD“, dann kann das „David“ heißen, theoretisch könnte aber auch „Duvad“ oder „Divod“ gelesen werden. Am Ende entscheidet der Zusammenhang. [Christian Meyer]

Weitere Infos:

Homepage der jüdischen Gemeinde Kehl: www.jkehl.de

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